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Kulturprogramme Repertoire

Dezember 21, 2018 - Januar 1, 2019

Kulturprogramme Repertoire

Miss Marple kommt: Mein Name ist Miss Jane Marple. Ich wurde 1930 in St. Mary Mead geboren und kam mit 65 Jahren auf die Welt. Das soll mir erstmal einer nachmachen. Darauf bin ich wirklich stolz. Wie dieses, entschuldigen Sie, wenn ich das so sage, dieses Wunder geschah, erfahren Sie am
3. November, da findet ein ganz besonders spannender Lavender Ladies Evening bei meiner hochgeschätzten Freundin Patricia Kerslake-Bösch statt. Ist es nicht aufmerksam von ihr, mich dazu einzuladen?

Seien Sie gespannt, was für eine besondere fesselnde Geschichte ich im Gepäck habe.

Und wollen Sie wissen, was die reizende Großmutter der von mir hochgeschätzten Mrs Agatha Christie mit meiner Geburt zu tun hatte?

Es stimmt natürlich, dass ich ein sehr unaufgeregtes Leben führe, wie man so sagt, aber ich habe viel Erfahrung in der Lösung verschiedener kleiner, zuweilen durchaus verzwickter Probleme, die ich euch erspare, denn es ging um so unbedeutende Dinge, zum Beispiel: Wer hat die Maschen von Mrs Jones Einkaufsnetz zerschnitten? Nein, bei dem einzigen Erlebnis, an das ich mich errinnere und das Sie interessieren wird, geht es um… aber jetzt habe ich zu tun, Mr. Stringer kommt gleich zum Tee. Wenn Sie die geschichte hören wollen, dann kommen Sie doch zu den Lavender Ladies in die Innungstraße 7 in 21244 Buchholz zu Patricia Kerslake-Böschund den Lavender Ladies

 

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“Es wird ein Stern in meinen Schoß fallen.“

 Ein poetischer Reigen aus Gedichten, Rezepten, Briefen und Kompositionen von Frauen.
Die Pianistin Gabriele Wulff und die Vorleserin Viktoria Meienburg kommen diesmal zum Weltfrauentag in die Remise in Bad Segeberg mit einem poetischer Reigen aus Gedichten, Rezepten, Briefen und Kompositionen von Frauen

Dass Frauen hauptberuflich komponieren und schreiben hat einen langen Weg gebraucht, um in der Männerwelt anerkannt zu werden. Frauen durften selbstverständlich zur Unterhaltung beitragen, in ihnen dafür abgesteckten Räumen. Ernsthafte Kompositionen und Dichtungen waren jedoch das Privileg der Männer. Selbstverständlich durften die Frauen die  Musen der Männer sein. Dass  Frauen als eigenständige Künstlerinnen ernsthaft anerkannt wurden, das ist noch gar nicht so lange her.

Der Raum der Kunst ist universell.

Dass Frauen den Freiraum der Kunst auch zur Befreiung von tradierten Bildern, Mustern,Zuschreibungen des Weiblichen aus männlicher Sicht nutzen, scheint folgerichtig und notwendig, um in einer Kultur, die generell nur männlichen Erfahrungen Wert beimisst, die eigenen weiblichen Erfahrungen wertvoll zu machen. Die Perspektive wird eine andere, eine weibliche.

Frauen bekennen sich auch zu negativen Gefühlen, akzeptieren auch ihre dunklen Seite, Frauen dürfen ihre wahren Gesichter zeigen, es spricht Sehnsucht aus den Gedichten und Texten von Frauen, eine Sehnsucht am Teilhaben und Mitteilen aus dem Bewusstsein heraus, selbst alles und ganz zu sein.

Schreiben  heißt, sich selbst sichtbar machen, so ist der Prozess der Sichtbarwerdung der Frau im  vollen Gange.

Mit Texten von Else Lasker-Schüler, Marie Luise Kaschnitz, Hilde Domin, Clara Schumann, Hanna Arendt, Mascha Kaléko u.a.

Mit Kompositionen von Karmella Tsepkolenko , Clara Wiek-Schumann, Robert Schumann u.a

 

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“Unser Tod muss ein flammendes Signal werden”.

Frauen gegen Hitler

Constanze Hallgarten, Erika Mann, Ricarda Huch, Elfriede Scholz (Schwester von Remarque),Liselotte Herrmann, Isa Vermehren, Lina Haag, die Frauen aus der Rosenstraße
In den Jahren 1934 -1944 fanden 11900 Hinrichtungen im Deutschen Reich statt. Darunter befanden sich knapp 1100 Frauen. Meist sind sie unbekannt geblieben. Ihnen sei diese Lesung gewidmet

„Ach, ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie wir versuchten, Menschen und unser Vaterland zu retten von all der Schmach und Schande.“

Hanna Solf

 

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Ich bin ich weil mein kleiner Hund mich kennt. Gertrude Stein (1874-1946)

Texte von Gertrude Stein.
Gelesen von Viktoria Meienburg.

 

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Die paar leuchtenden Jahre
Texte von Mascha Kaleko (1907-1975)
Gedichte von und Texte über Mascha Kaléko

Ausgesetzt In einer Barke von Nacht
Trieb ich
Und trieb an ein Ufer.
An Wolken lehnte ich gegen den Regen.
An Sandhügel gegen den wütenden Wind.
Auf nichts war Verlaß.
Nur auf Wunder.
Ich aß die grünenden Früchte der Sehnsucht,
Trank von dem Wasser das dürsten macht.
Ein Fremdling, stumm vor unerschlossenen Zonen,
Fror ich mich durch die finsteren Jahre.
Zur Heimat erkor ich mir die Liebe.

 

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Katherine Mansfield und die Suche nach dem  Glück
Eine szenische Lesung mit Musik für Cello solo
Mit Viktoria Meienburg (Vorleserin) und Renate Höchst (Violoncello)

Katherine Mansfield wurde 1888 in Wellington, Neuseeland, geboren und starb 1923 mit 34 Jahren in Frankreich an TBC. Sie setzte es durch, dass sie schon mit 14 Jahren,  begleitet von ihren Schwestern, nach London ins Queens Collage kam. Dort lernte sie Ida Baker kennen. Beide studierten Musik, Katherine Mansfield Cello. Aber das Schreiben sollte in Katherines Leben im Vordergrund stehen. Sie ernährte sich – und später Ida Baker und sogar ihren Mann, den Schriftsteller John Middleton Murry – durch das Schreiben von Geschichten und Rezensionen. Nach dem Ausbruch ihrer Krankheit begleitete nicht ihr Mann sie nach Frankreich und Italien, wo sie des milden Klimas wegen leben sollte, sondern Ida Baker, die von Katherine geliebt und gehasst wurde. Zu ihrem Freundeskreis gehörten u. a. D.H. Lawrence und Virginia Woolf. Katherine Mansfield  gilt als die Meisterin der Kurzgeschichte, und man sagt, Virginia Woolf habe von ihr gelernt. Schon vor 100 Jahren lebte sie ein Frauenleben, das uns sogar heute noch bisweilen wild und unkonventionell vorkommt.
Dieses aufregende Leben und die ständige rastlose und gierige Suche nach dem Glück schlägt sich auch literarisch nieder.

Zwischen den Texten  erklingt Musik für Cello solo, Werke von Katherine Mansfields Zeitgenossen wie Gaspar Cassadó, Sergej Prokofieff, Max Reger sowie von Johann Sebastian Bach, dessen Solosuiten sie selbst studiert hat.

Musik und Literatur inspirieren einander  und machen den Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis.

 

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„Ich lebe, um zu schreiben“

Kurzgeschichten der neuseeländisch-britischen Schriftstellerin

Katherine Mansfield (1888-1923) mit der Vorleserin Viktoria Meienburg

„Rosemary Fell war nicht gerade schön.
Nein, schön hätte man sie nicht gerade nennen können.
Etwa hübsch? Na ja, vielleicht, wenn man sie Stück für Stück nahm…
aber warum grausam sein und jemanden so zerstückeln? Sie war jung, lebendig,
äußerst modern, ausgesucht geschmackvoll angezogen und verblüffend belesen
in den Neuerscheinungen -…
Rosemary war seit zwei Jahren verheiratet und hatte einen wonnigen Jungen.
Peter… Und ihr Mann vergötterte sie geradezu.
Sie waren reich, wirklich reich, nicht bloß wohlhabend, das hatte was Widerliches,
Muffiges und klang nach Großeltern.“

 

Hören Sie selbst, wie es weiter geht, Rosemary findet nämlich ein entzückendes, ein armes Ding auf der Straße und nimmt es mit nach Hause…
„Eine Tasse Tee“ und andere Kurzgeschichten von Katherine Mansfield

 

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„Der klingende Adventskalender“

24 musikalisch–literarische Türchen zum Öffnen

in der Vorweihnachtszeit

Wer kennt ihn nicht, den Adventskalender mit den 24 Türchen und wer

war als Kind nicht gespannt, was sich hinter jeder Tür verbarg?

Der Akkordeonist Efim Kofmann  und die Vorleserin Viktoria Meienburg öffnen

24 geheimnisvolle Türchen mit musikalischen und literarischen Überraschungen.

 

Zwei Engel streiten sich im Himmel über den Weihnachtsmann und den Gegenweihnachtsmann; ein Junge, der Senf holen soll, verschwindet auf Jahre und lässt traurige Eltern zurück; ein Kellner verliert zu Weihnachten seinen Job, weil er einem kleinen Jungen seinen Wunsch erfüllt… Und natürlich fallen Schneeflocken… Auch in der Musik finden sich Fußspuren im Schnee, der Schneesturm stiebt durch die Natur, aber da ist da ein Kamin, an dem man sich wärmen kann, da schweben Engel durch den Raum und der kleine russische Tannenbaum ist fröhlich!  Eineinhalb Stunden können sich die Zuhörer von der Vorweihnachtshektik erholen, können sie eintauchen in eine wohlige Atmosphäre, in der man Weihnachtsgebäck und Tannenduft zu riechen beginnt.

Geschichten und Musik laden ein zum Schmunzeln, Nachdenken und Träumen.

 

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 „Ein Glücksstern leuchtet über mir“

Zum 205. Geburtstag des Dichters Hans Christian Andersen   1805 – 1875

mit Texten aus Tagebüchern, Briefen, Geschichten, Märchen und Gedichten des Hans Christian Andersen. Dazu Musik von  Robert und Clara Schumann,Felix Mendelssohn–Bartholdy, Franz Liszt und Edvard Grieg.

„Mein Leben ist ein hübsches Märchen, so reich und glücklich. Wäre mir als Knabe, als ich arm und allein in die Welt hinausging, eine mächtige Fee begegnet und hätte gesagt:’ Wähle deine Laufbahn und dein Ziel… !’ – mein Schicksal hätte nicht glücklicher, klüger und besser geleitet werden können.“,

so schreibt Andersen von sich selbst im „Märchen meines Lebens“.

Nach einer in Armut und ohne regelmäßigen Schulbesuch verbrachten Kindheit ging der phantasiebegabte Sohn eines Schuhmachers bereits mit 14 Jahren allein  nach Kopenhagen, um dort sein Glück zu suchen. Er war sicher, es am Theater zu finden. Er tanzte, sang und spielte vor. Sie hielten den Jungen für verrückt, aber ein Theaterdirektor erkannte sein Talent: er ließ ihn zur Schule gehen und Latein und Griechisch lernen.  Schon da war der Wunsch in Andersen geboren, ein Dichter zu werden.

 

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Dein Allesvorüber-mein Immernochda*
Nachdenkliches über das menschliche Sein in Texten und Kompositionen zusammengestellt von der Pianistin Gabriele Wulff und der Vorleserin Viktoria Meienburg

Musik von Bach, Satie, Debussy, Mozart, Brahms, Gershwin, Schumann uva
Texte vonKaschnitz, Brecht, Mozart, Zuckmayer, Kaléko, Ausländer, Rilke, Busch uva

 

Notabene 

Die Lehre von der Wiederkehr
Ist zweifelhaften Sinns
Es fragt sich sehr, ob man nachher
Noch sagen kann: Ich bins.

 Allein, was thuts, wenn mit der Zeit
Das alte Ich verblich?
Die Fähigkeit zu Lust und Leid
Lebt fort im neuen Ich.

 Wilhelm Busch

Details

Beginn:
Dezember 21, 2018
Ende:
Januar 1

Veranstaltungsort

Kulturprogramme Repertoire
Fruchtallee 122a
Hamburg, 20259
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