Eimsbütteler Nachrichten

Von der Theaterbühne in den Werkraum: Viktoria Meienburg engagiert sich ehrenamtlich für Grundschüler aus migranten Familien.

Von Matthias Berger – 03.10.2016

Als einen Helden des Viertels fühlt sich Viktoria Meienburg eigentlich nicht. Beim Anruf reagiert
sie überrascht und fragt: “Warum gerade ich?”

Die Antwort darauf fällt aber leicht: Durch ihr ehrenamtliches Engagement im Stadtteil Steilshoop vermittelt die 65-jährige Eimsbütterlerin Vorschülern die Freude an der Kunst. Und noch wichtiger: Sie gibt den Kindern, denen im Schulunterricht die Erfolgserlebbnisse häufig verwehrt bleiben, Selbstvertrauen.

Viktoria Meienburg wurde 1951 in Westberlin geboren. Ihre Kindheit in der geteilten Stadt ist ihr noch in reger Erinnerung, vor allem das Pilzesammeln unter Stacheldraht. “Viele wunderschöne Orte sind uns verschlossen geblieben”, erinnert sich die 65-Jährige. Heute will die Vorleserin und Schauspielerin (“Ein Fall für Stubbe”) verhindern, dass den Kindern der Grundschule Edwin- Scharff-Ring schöne Erfahrungen verwehrt bleiben.

Ihre Rolle als Mentorin hat die LichtwarkSchule Meienburg vermittelt. Selbsterklärtes Ziel der Schule ist es, Potentiale zu fördern und Talente über soziale und kulturelle Grenzen hinweg zu entdecken. Die meisten Schüler in Steilshoop haben alle einen Migrationshintergrund, so Meienburg. “Dabei darf man nicht vergessen, dass diese Kinder das Fluchttrauma ihrer Eltern ebenfalls in sich tragen. Dieses Problem lebt bis in die dritte Generation fort.”

Meienburg bringt Farbe ins Leben der Grundschüler

Einmal in der Woche nimmt Meienburg den einstündigen Weg nach Steilshoop auf sich, um für einen Vormittag Farbe ins Leben der Grundschüler zu bringen. Und das ist buchstäblich gemeint. “Wir gehen in den Werkraum und arbeiten viel mit den Händen, mit Fingerfarbe, Leim und Sand.” Die Auszeit vom Unterricht sei für die Schüler ebenso willkommen wie lehrreich. “Die Kunst spricht eine eigene Sprache. Es gibt kein gut oder schlecht. Man lernt sich selbst kennen und entdeckt sich als Mensch, der ganz viel kann”, erklärt die 65-Jährige. “Die Schüler lieben es, weil sie sehen können, was sie machen.”

Dabei sei die Kunst auch eine Form von Therapie, ist Meienburg überzeugt. “In ihren Bildern verarbeiten die Kinder häufig ihre Familiengeschichte. Dabei kommen zum Teil sehr düstere Sachen heraus. Ein Junge hat die ganze Mappe schwarz angemalt und sich selbst als den Tod dargestellt.” Umso dankbarer ist die 65-Jährige, dass eine Kunsttherapeutin sie bei dem Angebot unterstützt. “Im Anschluss an den Unterricht reflektieren wir und überlegen uns, wie wir die kommende Woche gestalten.” Auch der Austausch mit dem Lehrpersonal sei wichtig.

Arbeit mit Demenzkranken

Zweimal im Jahr besucht Meienburg mit den Grundschülern ein Museum. Vor allem das Kinderreich im Museum für Kunst und Gewerbe sei bei den Kindern beliebt. “Dort können sie selbst Trickfilme schneiden, sich verkleiden und verrückte Fotos machen”, erzählt die Mentorin. “Für viele ist schon die U-Bahn-Fahrt der absolute Knaller. Die kennen es offenbar nicht, aus ihrem gewohnten Umfeld herauszukommen.”

Neben ihrem ehrenamtlichen Engagement arbeitet Meienburg auch mit Demenzkranken, verbringt Zeit mit ihnen, liest vor, hört Musik und tauscht Erinnerungen aus. Auch als Trauerrednerin und Sterbebegleiterin hat die 65-Jährige bereits gearbeitet. “Wichtig ist mir, mit Menschen zu tun zu haben und sie glücklich zu machen”, sagt sie. Ganz alltäglich. Und heldenhaft.

Das Wort „Hochzeit“ taucht bereits in der Sprache des Mittelalters auf. Übersetzen lässt sich das mittelhochdeutsche Wort „hôchzît“ mit festliche, hohe Zeit. Damit waren alle hohen christlichen Feste, aber vor allem die vier Jahresfeste Ostern, Pfingsten, Allerheiligen und Weihnachten gemeint. In seltenen Fällen wurde der Begriff auch für weltliche Feste verwendet.
Auch wird Hoch-Zeit als Hohe Zeit im Leben gedeutet, wir sind ganz oben in unserer Kraft, oft ist es eine Zeit der hohen Fruchtbarkeit in vielerlei Hinsicht, die sich oft durch Kinder oder berufliches Weiterkommen zeigt. Viele Paare setzen auch ihre Sehnsucht nach einem eigenen Haus um. Unser Zuhause.

Auch wenn sich Wortsinn und Wortlaut im Laufe der Jahrhunderte stark verändert haben stand und steht immer eines im Mittelpunkt: Die Liebe zweier Menschen füreinander!

Wahre Liebe gleicht dem Ring und der Ring hat kein Ende.

Die Sitte, dass der Trauring am vierten Finger, dem Ringfinger, getragen wird, stammt aus dem Römischen Reich. Vom Herzen soll eine Ader direkt zum Ringfinger führen. Anfangs wurde der Trauring auch an der linken Hand getragen, da diese Hand näher beim Herzen ist. In England z.B. macht man das noch heute.

Erst bekam nur die Braut einen Ring. – Dann bürgerte sich jedoch der Brauch, dass Frau und Mann Ringe tragen – vermutlich auf Drängen der Kirche – schnell ein.

Auch der Wert des Ringes war anfangs nicht von Relevanz, weshalb Trauringe oft aus Eisen gefertigt wurden.
Einige Paare pflanzen ihre Verlobungsringe am Tag der Eheschließung in einen Blumentopf ein, zusammen mit einigen Samen. Bei guter Pflege wachsen die Pflanzen schnell und stark und bringen die Ringe beim Durchbrechen durch die Topferde mit nach oben. Es soll das Paar daran erinnern, das nicht nur die Pflanze sondern auch die Paarbeziehung nur mit ganz besonders guter Pflege wächst und gedeiht.

Traditionell ist es die Aufgabe des Bräutigams, den Brautstrauß zu besorgen. Diesen überreichte er dann vor oder in der Kirche seiner Braut.
Heute macht man das oft unkonventioneller.
Zum Ende der Feier existiert der Brauch des Brautstraußwerfens. Es versammeln sich alle unverheirateten Frauen hinter der Braut. Welche der Damen den Brautstrauß fängt, muss innerhalb der nächsten 24 Monate heiraten. Einmal wurde danach eine schon reifere Dame gefragt, ob sie denn schon einen Bräutigam habe. „Nein“, meinte die Gefragte, „aber darum kümmere sie sich jetzt.“
Blumenschmuck zur Hochzeit gab es durch alle Zeiten. Der Brautstrauß, wie er heute noch Verwendung findet, taucht das erste Mal in der Renaissance auf und diente einem sehr praktischen Sinn. Durch die damals übliche vernachlässigte Körperhygiene und den oftmals exzessiven Einsatz von Weihrauch herrschte während einer Hochzeit in der Kirche im Sinne des Wortes ‚dicke Luft‘. Die Brautsträuße der Renaissance waren reine Duftsträuße, die durch ihren intensiven Geruch die Braut vor Ohnmachtsanfällen während der Trauung bewahren sollten.

Ist die Braut Jungfrau, bestehen Strauß und Kranz aus Myrte; bei der zweiten Hochzeit werden traditionell dafür Orangenblüten verwendet.